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Zwischen Hamburg und Haiti

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Mit dem Mikrofon rund um die Welt. Das ist die spannende Aufgabe, die sich unseren Autor*innen stellt. Um dann in unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" zu erzählen, wie nahe und ferne Länder klingen, was die Menschen dort berichten, wie sie leben, was sie wünschen. Wir fragen unsere Reporter*innen aber auch, wie sie selber sich gefühlt haben beim Reisen, wie es ist, fremd in fernen Welten zu sein. Lassen Sie sich von unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" einladen, mitzureisen und vielleicht auch eigene Reisepläne zu schmieden.

Alle Episoden

NDR Reporterin Elisabeth Weydt auf "Haiti"-Reportage in Mexiko auf den Spuren der Maya
25.07.2021

Mexiko - Auf den Spuren der Mayas

Unterwegs auf den Spuren der Maya - und den Resten modernen Tourismus an der mexikanischen Karibikküste der Riviera Maya. Von Elisabeth Weydt Das Hinterland der mexikanischen Karibikküste an der Riviera Maya ist voller magischer Wasserlöcher. Sie heißen Cenoten und wurden im Lauf der Zeit ins Karstgestein gewaschen. Es gibt kleine Cenoten - so groß wie Pfützen - und riesige, in die ganze Kathedralen passen würden. In manchen leben Fledermäuse und Schildkröten, in einer sogar ein Krokodil. Und nach dem Glauben der alten Maya lebte hier der Regengott Chaac, als Mittelsfigur zwischen unserer Welt und der Unterwelt. Elisabeth Weydt war für uns in Mexiko auf den Spuren der Maya. Die Dschungelstadt Koba war über mehrere Jahrhunderte hinweg ein zentraler Knotenpunkt im groß angelegten Netzwerk aus Straßen und Städten der Maya. Zu ihrer Blütezeit zwischen 600 und 900 nach Christus zog sich ihr Netz über ein Gebiet, auf dem heute die Staaten Guatemala, Honduras, Nicaragua, Belize und der Süden Mexikos liegen. Sergio Chan Chan ist ein Nachfahre der alten Hochkultur, er führt uns durch die alte Stätte und erörtert ihren Untergang. Am Strand der mexikanischen Karibik wird immer wieder das Plastik unserer industrialisierten Weltgesellschaft angespült oder von Touristen hinterlassen. Die Initiative "Snorkeling for Trash" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zumindest einen kleinen Teil der Millionen Tonnen von Plastikabfall im Meer einzusammeln oder herauf zu tauchen. Antonio Ortega ist Mitinitiator der Initiative und erzählt, was ihn sonntags um sieben an den Strand zieht.

31 Min.

Unterwegs auf den Spuren der Maya - und den Resten modernen Tourismus an der mexikanischen Karibikküste der Riviera Maya. Von Elisabeth Weydt Das Hinterland der mexikanischen Karibikküste an der Riviera Maya ist voller magischer Wasserlöcher. Sie heißen Cenoten und wurden im Lauf der Zeit ins Karstgestein gewaschen. Es gibt kleine Cenoten - so groß wie Pfützen - und riesige, in die ganze Kathedralen passen würden. In manchen leben Fledermäuse und Schildkröten, in einer sogar ein Krokodil. Und nach dem Glauben der alten Maya lebte hier der Regengott Chaac, als Mittelsfigur zwischen unserer Welt und der Unterwelt. Elisabeth Weydt war für uns in Mexiko auf den Spuren der Maya. Die Dschungelstadt Koba war über mehrere Jahrhunderte hinweg ein zentraler Knotenpunkt im groß angelegten Netzwerk aus Straßen und Städten der Maya. Zu ihrer Blütezeit zwischen 600 und 900 nach Christus zog sich ihr Netz über ein Gebiet, auf dem heute die Staaten Guatemala, Honduras, Nicaragua, Belize und der Süden Mexikos liegen. Sergio Chan Chan ist ein Nachfahre der alten Hochkultur, er führt uns durch die alte Stätte und erörtert ihren Untergang. Am Strand der mexikanischen Karibik wird immer wieder das Plastik unserer industrialisierten Weltgesellschaft angespült oder von Touristen hinterlassen. Die Initiative "Snorkeling for Trash" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zumindest einen kleinen Teil der Millionen Tonnen von Plastikabfall im Meer einzusammeln oder herauf zu tauchen. Antonio Ortega ist Mitinitiator der Initiative und erzählt, was ihn sonntags um sieben an den Strand zieht.

der Grundlsee in Österreich
18.07.2021

Das Ausseerland - Mensch und Natur im Salzkammergut

Futuristische Berge, glasklare Seen, Narzissen-Wiesen - die Natur zeigt sich in diesem Teil der Steiermark von ihrer schönsten Seite. "Altaussee ist kein Dorf, sondern eine Krankheit, die man nie wieder los wird": Mit diesem Zitat unterstrich der deutsche Schriftsteller Jakob Wassermann (1873-1934) seine Liebe zum Ort und zur Region in der Mitte Österreichs. Wassermann gehörte seinerzeit zu den populärsten Schriftsellern im deutschsprachigen Raum. 1919 zog der gebürtige Fürther nach Altaussee und wurde dort auch begraben - inmitten eines Juwels: futuristische Berge, glasklare Seen, Narzissen-Wiesen - die Natur zeigt sich in diesem Teil der Steiermark von ihrer schönsten Seite. Menschen am Altaussee: ein besonderer Schlag Und auch der Ausseer ist ein besonderer Schlag Mensch: Er gilt als selbstbewusst, vielleicht auch etwas störrisch. Für die Habsburger waren die Ausseer wichtig, denn hier wurde das weiße Gold, das Salz, abgebaut. Damit finanzierte Wien seine Krone. Noch heute wird in Altaussee Salz abgebaut. Die Augen sind heute im Ausseerland auf die Zukunft gerichtet: Der Hausberg von Altaussee, der Loser, soll eine neue Gondelbahn bekommen. Die Modernisierung des Losers verfolgen die Einheimischen mit einer gesunden Skepsis. Denn trotz Salz und beeindruckender Natur hat auch hier der Tourismus in den zurückliegenden Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Gern wird hier vom sanften Tourismus gesprochen: Keine Inszenierungen, keine Bettenburgen, wie man sie von Tirol her kennt. Böse Zungen würden in solchen Fällen von einem "verschlafenen Nest" sprechen. NDR-Reporter Dennis Burk besuchte für uns die Region - 23 Jahre nach seinem letzten Aufenthalt dort. Denn als Kind verbrachte er hier oft die Ferien. Und sein Fazit: Mensch & Natur haben trotz des Fortschritts ihre Natürlichkeit behalten. Und: Diese "Krankheit Altausee" wird man wirklich nicht wieder los!

29 Min.

Futuristische Berge, glasklare Seen, Narzissen-Wiesen - die Natur zeigt sich in diesem Teil der Steiermark von ihrer schönsten Seite. "Altaussee ist kein Dorf, sondern eine Krankheit, die man nie wieder los wird": Mit diesem Zitat unterstrich der deutsche Schriftsteller Jakob Wassermann (1873-1934) seine Liebe zum Ort und zur Region in der Mitte Österreichs. Wassermann gehörte seinerzeit zu den populärsten Schriftsellern im deutschsprachigen Raum. 1919 zog der gebürtige Fürther nach Altaussee und wurde dort auch begraben - inmitten eines Juwels: futuristische Berge, glasklare Seen, Narzissen-Wiesen - die Natur zeigt sich in diesem Teil der Steiermark von ihrer schönsten Seite. Menschen am Altaussee: ein besonderer Schlag Und auch der Ausseer ist ein besonderer Schlag Mensch: Er gilt als selbstbewusst, vielleicht auch etwas störrisch. Für die Habsburger waren die Ausseer wichtig, denn hier wurde das weiße Gold, das Salz, abgebaut. Damit finanzierte Wien seine Krone. Noch heute wird in Altaussee Salz abgebaut. Die Augen sind heute im Ausseerland auf die Zukunft gerichtet: Der Hausberg von Altaussee, der Loser, soll eine neue Gondelbahn bekommen. Die Modernisierung des Losers verfolgen die Einheimischen mit einer gesunden Skepsis. Denn trotz Salz und beeindruckender Natur hat auch hier der Tourismus in den zurückliegenden Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Gern wird hier vom sanften Tourismus gesprochen: Keine Inszenierungen, keine Bettenburgen, wie man sie von Tirol her kennt. Böse Zungen würden in solchen Fällen von einem "verschlafenen Nest" sprechen. NDR-Reporter Dennis Burk besuchte für uns die Region - 23 Jahre nach seinem letzten Aufenthalt dort. Denn als Kind verbrachte er hier oft die Ferien. Und sein Fazit: Mensch & Natur haben trotz des Fortschritts ihre Natürlichkeit behalten. Und: Diese "Krankheit Altausee" wird man wirklich nicht wieder los!

Der Zug Rocky Mountaineer für Touristen entlang des  Bow Rivers in der Nähe des Banff National Park in Alberta, Canada.
04.07.2021

Mit dem Rocky Mountaineer durch Kanadas Wilden Westen

Der Weg ist das Ziel. Diesen Spruch haben wir alle schon einmal gehört. Doch meistens stimmt er nicht. Denn wenn wir reisen, dann ist die Zeit des Unterwegs-Seins, die An- und Abreise, normalerweise eher lästig. Wir nehmen sie in Kauf. Wir reisen, um von A nach B zu kommen. Bei B, am Ziel also, beginnt dann erst der eigentliche Urlaub, die Erholung, das Abenteuer oder was immer wir uns vorgenommen haben. Doch es gibt Ausnahmen. Es gibt Formen des Reisens, bei denen wirklich der Weg das Ziel ist. Ein solches Beispiel ist eine Fahrt mit einem Panoramazug quer durch die Rocky Mountains. Berge, Täler, Flüsse, Prärielandschaften, Elche und Bären, kurz: alles, was uns zu Kanada einfällt. Guido Meyer hat zwei Tage lang mit dem Zug Rocky Mountaineer den Westen Kanadas durchquert.

29 Min.
"Haiti"-Reporter Ernst-Marcus Thomas interviewt eine Köchin in Bangkok auf der berühmt-berüchtigten sündigen Meile "Soi Cowboy"
27.06.2021

Bangkok in Zeiten von Corona

Von Ernst-Marcus Thomas Die Millionenmetropole Bangkok als ruhig und beschaulich zu bezeichnen, darauf wäre vor Ausbruch der Corona-Pandemie wohl niemand gekommen. Seit über zehn Jahren reist unser Reporter Ernst-Marcus Thomas nun schon regelmäßig in die thailändische Hauptstadt, aber dieses Mal erkennt er seine Lieblingsstadt nicht wieder. Bangkok ist aktuell zwar nicht im Lockdown, aber trotzdem hat sich das Gesicht der Stadt massiv verändert. Das Gesicht der Stadt hat sich durch Corona massiv verändert. So ist das frühere Amüsierviertel jetzt eine Garküche. Auch an Stellen, an denen sich das früher niemand hätte vorstellen können: Auf der berühmt-berüchtigten sündigen Meile "Soi Cowboy" hat die Regierung das Rotlicht schon vor einer ganzen Weile ausgeknipst. Stattdessen kommen Büroangestellte jetzt tagsüber zum Essen in ihrer Mittagspause hierher. Das frühere Amüsierviertel ist jetzt eine Garküche. Bangkok: eine Stadt kämpft ohne Touristen ums Überleben Eigentlich unvorstellbar, aber das ist die neue Realität in Bangkok. Eine ganze Stadt kämpft ohne Touristen ums Überleben. In "Zwischen Hamburg und Haiti" geht es um dieses neue Bangkok, über dem die Wolken immer dunkler werden, dessen Bewohner ihre Freundlichkeit und ihren Humor aber trotzdem (noch) nicht verloren haben.

25 Min.
Skulptur in Maskat
13.06.2021

Oman - Weihrauch, Wüste, Wassersport | Geheimtipp

Schroffe Berge, kilometerlange Strände, einsame Wüsten: Für viele Urlauber ist das Sultanat Oman ein Geheimtipp. Seit einigen Jahren setzt das Land im Südosten der Arabischen Halbinsel verstärkt auf Tourismus - auch, um unabhängiger zu werden von der Erdölförderung. Oman: keine Wolkenkratzer, keine Freizeitparks Anders als in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es in Oman aber keine Wolkenkratzer oder Freizeitparks: Das Land hat trotz seiner rasanten Entwicklung einen ursprünglichen Charakter bewahrt. Auf dem Viehmarkt in Nizwa etwa bleibt eine omanische Tradition lebendig: Männer in langen Gewändern und weißer Kopfbedeckung laufen mit den Tieren im Kreis, präsentieren sie den Kunden, verkaufen an den Meistbietenden - ein sehenswertes Spektakel am frühen Freitagmorgen. Für "Zwischen Hamburg und Haiti" war Anne Allmeling im Oman.

26 Min.
Kasachstan
06.06.2021

Kasachstan - zwischen Aralsee und Weltall | Reisereportage

Eine Sendung von Till Lehmann Das riesiges, geheimnisvolle Land in Zentralasien lebt das Extrem zwischen Nomadentradition und dem Aufbruch in die Moderne. Kasachstan ist ein riesiges, geheimnisvolles Land in Zentralasien. Eine Region der Extreme zwischen uralter Nomadentradition, den Resten der sowjetischen Supermacht und dem Aufbruch in die Moderne. Dem Podcast gelingt ein Blick in das streng abgeriegelte Sternenstädtchen Baikonur. Als geheimes Testgelände 1955 gegründet, war Baikonur der Startplatz für die sowjetische Weltraummission. Noch immer starten hier 20 Raketen pro Jahr ins All. Internationale Kosmonautenschule in Kasachstan Dorthin zu reisen, das wünscht sich auch die 17-jährige Anna Novikova. Sie geht auf die "Internationale Kosmonautenschule". Wer raus zum streng bewachten Raketen-Startgelände will, muss in den sogenannten "Motovoz"-Pendlerzug steigen. Anar Sydykova ist eine von sechs Schaffnerinnen, die fürs Sperrgebiet eine Sondergenehmigung haben. Im Westen Kasachstans liegt der Aralsee, Schauplatz einer der weltweit größten Umweltkatastrophen. Seit etwa 1960 trocknete der See zunehmend aus. Nun aber sorgt der Kokaral-Staudamm dafür, dass der Wasserspiegel wieder steigt. So können die Fischer mit ihren Booten wieder rausfahren.

29 Min.
Der Japanmönch Meister Zwasa
30.05.2021

Yamabushi - die Riten der japanischen Mönche | Reisereportage

Einst waren sie verboten, heute haben sie mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen: die letzten Yamabushi-Mönche in Nordjapan am Berg Mt. Haguro. Eine Sendung von Peter Kaiser Einst waren sie verboten, heute haben sie mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen: die letzten Yamabushi-Mönche in Nordjapan am Berg Mt. Haguro. Yamabushi heißt: "Die sich in den Bergen niederlegen", und gemeint sind damit jene Mönche und Nonnen, die, in eigenwilliger Mönchstracht, oft barfuß durch Flüsse laufen, oder, unter einem kalten Wasserfall stehend, meditieren, die Nächte auf Berggipfeln verbringen, seltsame Feuerrituale zelebrieren und Mantra singen. Yamabuschi-Mönche loten körperliche Grenzen aus Dabei geht es im Wesentlichen um die Überwindung Angst, Schmerzen und physischer Erschöpfung, also um die Auslotung körperlicher Grenzen. "Man muss in den Bergen sterben, um in ihnen neu geboren zu werden", ist ein Credo der Yamabushi. Ihnen werden übernatürliche Kräfte nachgesagt, gleich den Tengu, unheimlichen magischen Kobolden. Einst berieten die Bergasketen auch darum Samurai-Ritter bei deren Feldzügen. Seit mehr als 1400 Jahren gehören die Yamabushi zum Orden des Shugendo, einer Naturreligion, die zwischen Shintoismus und esoterischem Buddhismus angesiedelt ist. Peter Kaiser hat mit den Yamabushi ein paar Tage am Berg Mt. Haruro verbracht.

29 Min.
Die dritte Brücke über den Bosporus ist schon fast fertiggestellt.
24.05.2021

Hamburg und Haiti classics: Exotisch, laut und großartig: Istanbul 1999 und 2021

Von Marion Wilk und Karin Senz, ARD-Studio Istanbul Moderation: Juliane Eisenführ Als Marion Wilk 1999 für "Zwischen Hamburg und Haiti" in Istanbul war, erlebte sie fasziniert, dass ein Kellner ihre Stimmungslage aus dem Kaffeesatz las: "Dein Herz ist voll - und Du möchtest weinen" - fabulierte er. Und Marion Wilk fühlte sich erkannt - angesichts der orientalisch-exotischen Umgebung, in der sie sich befand. Tempi passati. Zwar sind die Lehren aus dem Kaffeesatz auch heute noch ein heiß diskutiertes Thema in Istanbul - sagt ARD-Korrespondentin Karin Senz. Allerdings interpretiert heute eine App die Reste des türkischen Mokka... Die Stadt am Bosporus ist die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Europa und Asien - nur durch die Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Marmarameer getrennt. Heute leben 15 Millionen Menschen hier, Muslime und Christen, arm und reich - alle - und noch viel mehr - verbunden im trubeligen Istanbuler Leben. Die Stadt ist laut. Kirchenglocken vermischen sich mit dem Ruf des Muezzin, Autohupen mit Schiffshörnern, Möwengeschrei mit den Rufen von Markthändlern. Doch anders als Marion Wilk, die sich in der Gastronomie mitten im Getümmel wohl fühlte, bevorzugt Karin Senz gut 20 Jahre später den entspannten Blick von zahlreichen Restaurant-Dachterrassen hinunter auf den Bosporus, die Hügel der Stadt und das laute Leben. Und natürlich hat sich in den vergangenen Jahren auch die politische Lage in Istanbul verändert. Wo 1999 fröhliche Arbeiter Fangen spielten und mit dem Muezzin sangen - auf dem Taksin Platz - denkt man dort heute eher an Demonstrationen und Unruhen. Politische Attentate, der Putschversuch, die anhaltende wirtschaftliche Krise und nicht zuletzt Corona hinterließen in den vergangenen Jahren Spuren in Istanbul. Im Gespräch mit Juliane Eisenführ erzählt Karin Senz vom Leben in Istanbul heute. Marion Wilks Reportage zeichnet das Bild der Stadt am Ende des 20. Jahrhunderts.

25 Min.

Von Marion Wilk und Karin Senz, ARD-Studio Istanbul Moderation: Juliane Eisenführ Als Marion Wilk 1999 für "Zwischen Hamburg und Haiti" in Istanbul war, erlebte sie fasziniert, dass ein Kellner ihre Stimmungslage aus dem Kaffeesatz las: "Dein Herz ist voll - und Du möchtest weinen" - fabulierte er. Und Marion Wilk fühlte sich erkannt - angesichts der orientalisch-exotischen Umgebung, in der sie sich befand. Tempi passati. Zwar sind die Lehren aus dem Kaffeesatz auch heute noch ein heiß diskutiertes Thema in Istanbul - sagt ARD-Korrespondentin Karin Senz. Allerdings interpretiert heute eine App die Reste des türkischen Mokka... Die Stadt am Bosporus ist die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Europa und Asien - nur durch die Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Marmarameer getrennt. Heute leben 15 Millionen Menschen hier, Muslime und Christen, arm und reich - alle - und noch viel mehr - verbunden im trubeligen Istanbuler Leben. Die Stadt ist laut. Kirchenglocken vermischen sich mit dem Ruf des Muezzin, Autohupen mit Schiffshörnern, Möwengeschrei mit den Rufen von Markthändlern. Doch anders als Marion Wilk, die sich in der Gastronomie mitten im Getümmel wohl fühlte, bevorzugt Karin Senz gut 20 Jahre später den entspannten Blick von zahlreichen Restaurant-Dachterrassen hinunter auf den Bosporus, die Hügel der Stadt und das laute Leben. Und natürlich hat sich in den vergangenen Jahren auch die politische Lage in Istanbul verändert. Wo 1999 fröhliche Arbeiter Fangen spielten und mit dem Muezzin sangen - auf dem Taksin Platz - denkt man dort heute eher an Demonstrationen und Unruhen. Politische Attentate, der Putschversuch, die anhaltende wirtschaftliche Krise und nicht zuletzt Corona hinterließen in den vergangenen Jahren Spuren in Istanbul. Im Gespräch mit Juliane Eisenführ erzählt Karin Senz vom Leben in Istanbul heute. Marion Wilks Reportage zeichnet das Bild der Stadt am Ende des 20. Jahrhunderts.

Ein Wanderweg auf einem Gipfel im Villgratental in Osttirol
23.05.2021

"Bewanderte Gedanken" im Villgratental | Auf Tour in Südtirol

Im Osttiroler Villgratental wandern das die Menschen seit Jahrzehnten. Eine Tour in sechs Tagesetappen rund um das Tal. Von Jörg Wunram Manchmal hilft ein Perspektivwechsel. Mal aus der Sicht eines Adlers auf die Welt schauen. Im Osttiroler Villgratental machen das die Menschen schon seit Jahrzehnten. Und dann bekommen sie neue Ideen: Zum Beispiel den Herz-ASS-Rundwanderweg. Eine Tour in sechs Tagesetappen rund um das Tal, das etwas abgelegen sein Dasein fristet. "Doch die Abgeschiedenheit", sagt Christof Schett, "ist unser Pfund, mit dem wir behutsam umgehen." Wandern spielt im Villgratental eine wichtige Rolle Christof Schett ist eine treibende Kraft im Tal. Er sitzt im Gemeinderat und will die gesamte Region gut für die Zukunft aufstellen. Und da spielt das Wandern eine wichtige Rolle. "Der sanfte Tourismus ist der Weg", sagt Schett. "Wir wollen keine Investoren, die hier Bettenburgen hochziehen." Stattdessen holt sich das Villgratental Experten, die es beraten, wie denn die Zukunft aussehen könnte. Wandern und Arbeiten: in Pandemie stark nachgefragt Coworkation heißt das Stichwort, durch das sich viele Menschen einen neuen Aufschwung im Tal erhoffen. Diese Kombination aus Arbeit und Urlaub, die es eigentlich schon immer gibt, aber jetzt in Pandemiezeiten auch verstärkt nachgefragt wird. Beim Wandern darüber nachdenken, "was uns wichtig ist, wohin wir wollen und wie wir den Wandel aktiv gestalten", sagt NDR Reporter und Weitwanderer Jörg Wunram. An sechs Tagen immer mit einem anderen Gast an der Seite. Von Außervillgraten, über das Winkeltal zur Oberstalleralm, nach Kalkstein, zum Pfannhorn und zum Thurntaler See. "Bewanderte Gedanken und auf leisen Spuren auf der Herz-Ass-Runde."

30 Min.

Im Osttiroler Villgratental wandern das die Menschen seit Jahrzehnten. Eine Tour in sechs Tagesetappen rund um das Tal. Von Jörg Wunram Manchmal hilft ein Perspektivwechsel. Mal aus der Sicht eines Adlers auf die Welt schauen. Im Osttiroler Villgratental machen das die Menschen schon seit Jahrzehnten. Und dann bekommen sie neue Ideen: Zum Beispiel den Herz-ASS-Rundwanderweg. Eine Tour in sechs Tagesetappen rund um das Tal, das etwas abgelegen sein Dasein fristet. "Doch die Abgeschiedenheit", sagt Christof Schett, "ist unser Pfund, mit dem wir behutsam umgehen." Wandern spielt im Villgratental eine wichtige Rolle Christof Schett ist eine treibende Kraft im Tal. Er sitzt im Gemeinderat und will die gesamte Region gut für die Zukunft aufstellen. Und da spielt das Wandern eine wichtige Rolle. "Der sanfte Tourismus ist der Weg", sagt Schett. "Wir wollen keine Investoren, die hier Bettenburgen hochziehen." Stattdessen holt sich das Villgratental Experten, die es beraten, wie denn die Zukunft aussehen könnte. Wandern und Arbeiten: in Pandemie stark nachgefragt Coworkation heißt das Stichwort, durch das sich viele Menschen einen neuen Aufschwung im Tal erhoffen. Diese Kombination aus Arbeit und Urlaub, die es eigentlich schon immer gibt, aber jetzt in Pandemiezeiten auch verstärkt nachgefragt wird. Beim Wandern darüber nachdenken, "was uns wichtig ist, wohin wir wollen und wie wir den Wandel aktiv gestalten", sagt NDR Reporter und Weitwanderer Jörg Wunram. An sechs Tagen immer mit einem anderen Gast an der Seite. Von Außervillgraten, über das Winkeltal zur Oberstalleralm, nach Kalkstein, zum Pfannhorn und zum Thurntaler See. "Bewanderte Gedanken und auf leisen Spuren auf der Herz-Ass-Runde."

Ein Hotel mit Grünanlage und Palmen in der Kaffeestadt Jacmel auf Haiti
16.05.2021

70 Jahre Zwischen Hamburg und Haiti: Wenn die Ferne näherkommt

1951 entstand aus der Idee, die Familie am Sonntag vor dem Radio zu versammeln, die Sendung "Zwischen Hamburg und Haiti". Nun ist sie 70 Jahre alt. Von Juliane Eisenführ und Udo Schmidt 70 Jahre lang Blicke in ferne und oft auch fremde Welten. "Zwischen Hamburg und Haiti" ist 70 geworden, ein Silver Ager also, schon einiges auf dem Buckel, aber trotzdem noch jugendlich frisch. Radiofeature aus Mallorca, Gardasee, aus der Karibik 1951 entstand aus der Idee, die Familie am Sonntag vor dem Radio zu versammeln, die Sendung "Zwischen Hamburg und Haiti". Der Krieg war seit sechs Jahren vorbei, aber die äußeren und auch inneren Trümmer waren noch lange nicht beseitigt. Die Menschen brauchten Arbeit, eine Wohnung, sonntags Schweinebraten - und irgendwann auch einmal eine Reise in die Sonne, in den Süden. Der Gardasee wurde zum Sehnsuchtsziel, später Mallorca, irgendwann die Karibik oder die Strände Thailands. "Zwischen Hamburg und Haiti" hat über all diese Gegenden der Welt berichtet, hat die Menschen, die dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen, erzählen lassen und schaut immer mehr auch in Weltregionen, die für uns eine Botschaft bereithalten aber nicht unbedingt zum Urlaub einladen. Juliane Eisenführ und Udo Schmidt, beide für "Zwischen Hamburg und Haiti" verantwortlich, sprechen über die Anfänge der Sendung, stellen alte Geschichten vor, lassen Werner Baecker, so etwas wie der Vater der Sendung, noch einmal zu Wort kommen und schauen auch in die Gegenwart, in der sich nicht alles, aber ein bisschen verändert hat.

26 Min.

1951 entstand aus der Idee, die Familie am Sonntag vor dem Radio zu versammeln, die Sendung "Zwischen Hamburg und Haiti". Nun ist sie 70 Jahre alt. Von Juliane Eisenführ und Udo Schmidt 70 Jahre lang Blicke in ferne und oft auch fremde Welten. "Zwischen Hamburg und Haiti" ist 70 geworden, ein Silver Ager also, schon einiges auf dem Buckel, aber trotzdem noch jugendlich frisch. Radiofeature aus Mallorca, Gardasee, aus der Karibik 1951 entstand aus der Idee, die Familie am Sonntag vor dem Radio zu versammeln, die Sendung "Zwischen Hamburg und Haiti". Der Krieg war seit sechs Jahren vorbei, aber die äußeren und auch inneren Trümmer waren noch lange nicht beseitigt. Die Menschen brauchten Arbeit, eine Wohnung, sonntags Schweinebraten - und irgendwann auch einmal eine Reise in die Sonne, in den Süden. Der Gardasee wurde zum Sehnsuchtsziel, später Mallorca, irgendwann die Karibik oder die Strände Thailands. "Zwischen Hamburg und Haiti" hat über all diese Gegenden der Welt berichtet, hat die Menschen, die dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen, erzählen lassen und schaut immer mehr auch in Weltregionen, die für uns eine Botschaft bereithalten aber nicht unbedingt zum Urlaub einladen. Juliane Eisenführ und Udo Schmidt, beide für "Zwischen Hamburg und Haiti" verantwortlich, sprechen über die Anfänge der Sendung, stellen alte Geschichten vor, lassen Werner Baecker, so etwas wie der Vater der Sendung, noch einmal zu Wort kommen und schauen auch in die Gegenwart, in der sich nicht alles, aber ein bisschen verändert hat.