Essay

Über Arno Schmidt oder: Eine Selfmadeworld in Halbtrauer

Das Gehirntier. Das Genie. Der Solitär. Der Einsiedler. Vor allem aber: Der Verkannte! So stellte sich Arno Schmidt Zeit seines Lebens dar. Und seine Lesergemeinde folgte ihm darin. Seltsam eigentlich. Schmidts Bücher waren immer greifbar, zum Teil in edlen Ausgaben, er heimste Preise ein, fand Gönner, und auch vom Radio kamen Angebote zuhauf. Arno Schmidt war lange Jahre das Lieblingskind der bundesrepublikanischen Redakteure. 5 Jahre bevor er als Feuilletonchef zur FAZ geholt wurde, 1967, schrieb Marcel Reich-Ranicki einen Radioessay über Schmidt. In dem er sich genau darüber wunderte: Den Nimbus des Unbekannten und Verfemten… | Von Marcel Reich-Ranicki

Arno Schmidt Gedächtnisstätte. Der Lesesessel
56 Min. | 16.3.2020