Essay

Fehlt da was? Über Sein, Nichts, Werden und das, was fehlt

"Warum hat man Sie damals nicht abgetrieben?", fragte ein Arzt die Autorin, die mit einer kleinen Behinderung geboren wurde. Es fehlen zwei Finger an der rechten Hand. Diese Verkrüppelung ist fast zu marginal, um darüber zu reden, aber sie ist doch groß genug, sie nicht zu bemerken. Andrea Roedig erzählt die persönliche Geschichte ihrer kleinen Hand als philosophische Reflexion über die Potenz des Nicht-Vorhandenen von Parmeides bis Lacan und darüber hinaus. Es geht um Verkrüppelung, Negation, den verklärten Leib und die Frage: Kann etwas fehlen, das nie da gewesen ist? <br/>Von Andrea Roedig

Superficial and deep views of the palm of the hand
56 Min. | 22.6.2020